Zwischen 2004 und 2008 hat die Nachfrage im öffentlichen Regionalverkehr des Kantons Jura mit 45% eine rekordverdächtige Zuwachsrate zu verzeichnen. So ist seit der Einführung der Bahn 2000 die Zahl der Personenkilometer im jurassischen öV-Netz von 55 Millionen im Jahr 2004 auf 80 Millionen im Jahr 2008 gewachsen. Der Anstieg ist besonders deutlich auf den SBB-Strecken, wo auch das Angebot am stärksten ausgebaut wurde. Vor dem Hintergrund dieser Zahlen fordert der Kanton Jura den Bund und die SBB dazu auf, besser auf die Bedürfnisse der Kundschaft im Jura einzugehen und mit gezielten Investitionen den integralen Halbstundentakt zu realisieren.
Zwischen 2004 und 2008 wurde das Angebot an vom Kanton Jura bestellten Zügen und Bussen um 35% ausgebaut. Da gleichzeitig die Fahrgastfrequenzen überproportional anstiegen, hat sich der Aufwand der öffentlichen Hand pro beförderten Passagier im gleichen Zeitraum um 13% reduziert. Diese ausgezeichneten Ergebnisse zeigen, dass sich das Engagement des Kantons auszahlt. Seine Politik basiert auf einer Angebotsverdichtung der Züge und Busse, auf guten Anschlüssen mit den Fernverkehrszügen und dem Busnetz, der Einführung von neuem Rollmaterial, der Gestaltung der Bahnhöfe und der Kommunikationsmassnahmen für den öffentlichen Verkehr. So wurde eine Positivspirale in Gang gesetzt, die in Zukunft noch verstärkt werden soll.
Frequentierung der vom Kanton Jura bestellten Regionalverkehrslinien (in Mio Personenkilometer)
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2004
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2005
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2006
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2007
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2008
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04-08
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| SBB-Linien |
25,4
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35,5
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37,1
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40,1
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43,3
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+70,3%
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| CJ-Linien |
20,4
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21,9
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22,7
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24,5
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26,6
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+30,3%
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| PostAuto-Linien |
9,4
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9,2
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9,8
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9,7
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10,5
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+11,6%
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| Total Linien Kt. JU |
55,3
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66,6
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69,7
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74,3
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80,4
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+45,5%
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Quelle : Daten der SBB, PostAuto und CJ (Chemins de fer du Jura).
Die Entwicklung der Frequenzen der SBB-Linien des Kantons Jura ist besonders beeindruckend seit der Einführung von Bahn 2000 Ende 2004. Sie wurde vor allem mit der Einrichtung der Linie S3 Olten-Basel-Delsberg-Pruntrut der S-Bahn Basel und durch die Schaffung des RE Biel-Delsberg-Pruntrut-Delle in Gang gesetzt. Im Jahr 2008 wurden allein auf der Strecke Delémont-Delle durchschnittlich 5'100 Reisende pro Tag gezählt. Insgesamt war auf den vom Kanton mitfinanzierten SBB-Linien eine Frequenzzunahme von 70% zu verzeichnen.
Auf dem Netz der Jurabahnen (Compagnie des Chemins de fer du Jura CJ), entwickelten sich die Frequenzen ebenfalls sehr positiv mit einer Zunahme von 30% im Zeitraum von 2004 bis 2008. Die Paradelinie führt von La Chaux-de-Fonds nach Glovelier. Auf dem PostAuto-Netz hat die Nachfrage um etwa 11% zugenommen. Der grösste Teil dieses Zuwachses war auf den Linien im Raum Delémont zu verzeichnen, deren Passagierzahlen um 21% gewachsen sind.
Die Angebotsverbesserung hat sehr schnell zu hervorragenden Ergebnissen geführt. Es ist also „rentabel", das Angebot im Jura zu erweitern. Der Kanton bereitet einen nächsten Ausbauschritt per Dezember 2009 vor. Kurz- und mittelfristig erwartet er, dass bei den zukünftigen Fahrplanänderungen auf der Jurafusslinie zwingend sehr gute Anschlüsse in den Jura vorgesehen und die dafür erforderlichen Investitionen eingeplant werden.
Ansprechpartner: David Asséo, Verkehrsdelegierter, tel 079/793 71 04 oder 032/420 53 90
La fréquentation des transports publics jurassiens (2004-2008)
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